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Flüchtlinge?!

Flüchtling

DSC00633 (Medium)

Ich verließ am Sonntag Vormittag mein nettes Gastrudel in Dummersheim bei Karlsruhe und radelte die 70 Kilometer zu meinem nächsten Gastrudel. Die Besitzerin von den zwei lieben Schmusebacken hat mich sofort freundlich begrüßt. Wie man sieht haben sich die Hunde gut verstanden.

 

 

 

Kurz nach dem Erstkontakt via Facebook hatte meine Gastgeberin mir berichtet, dass sie ehrenamtlich Deutschunterricht in einer Flüchtlingsunterkunft gibt. Sie fragte mich ob ich mir vorstellen könnte dort am Montag Vormittag mitzukommen und am Deutschunterricht mit teilzunehmen. Ich weiß gar nicht mehr was meine ersten Gedanken zu diesem Thema waren, aber meistens brauche ich nur einen „Schubs“ in die richtige Richtung und so sagte ich sofort zu. Auf den 70 Kilometern hatte ich einige Zeit über Flüchtlinge und was ich über sie wusste nachzudenken. Dabei fiel mir auf, dass ich nicht viel wusste – ich kannte aus dem Fernsehen nur die unterschiedlichsten Meinungen der Deutschen zu diesem Thema. Doch was die Betroffenen wirklich wollte oder wie ihre Geschichte lautete, konnte ich nicht sagen. Ich muss allerdings zugeben, dass sich mein Fernsehprogramm in den letzten 4 Woch
en als relativ Mau herausgestellt hat, da ich nicht oft einen Fernseher hatte.
Angekommen im H11921976_532807873541592_239000647_notel Atlanta konnte ich erst einmal das drumherum begutachten. Top diese Flüchtlinge sind zentral untergebracht, sodass eine Eingliederung erst möglich ist. Viele Flüchtlinge kamen sehr pünktlich zum Deutschunterricht einige trudelten erst Nach und Nach
ein. Es war warm und stickig – dieser Raum war definitiv zu klein. Schon beim Hereinkommen der Flüchtlinge merkte man schnell, dass sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Einige sehr dunkelhäutig andere nur mit südländischem Touch. Einige beschwingt mit einem Lächeln, andere eher verschlossend wirkend. Einige, die sofort auf deutsch Hallo oder Guten morgen sagten, andere mit einem stummen nicken. Schon nach den ersten 10 Minuten wusste ich, dass es Flüchtlinge gibt die schon ein paar Sätze deutsch können, andere wiederum waren nicht unhöflich nur weil sie nicht gleich Hallo sagten, sondern einfach nur zurückhaltend. Bei vielen war das vorstellen auf deutsch schon eine Herausforderung. Aufgrund der verschiedenen Deutschniveaus, die vertreten waren ziehe ich den Hut vor jedem der Deutschunterricht in so einer Situation geben kann. Unter diesen Bedingungen fällt Einzelförderung vollkommen flach und der Darwinismus setzt sich mit all seiner Kraft durch. Die schüchternen noch sehr jungen Männer, die häufig gerade mal 18 Jahre alt waren fallen da vollkommen hinunter. Nur die, die nicht auf den Mund gefallen sind und das Lernen einfordern haben unter diesen Bedingungen überhaupt eine Chance deutsch zu lernen.

DSC00623

 

DSC00627Aber am Ende waren wir doch alle Menschen und hatten viel Spaß zusammen. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen zwei Bücher zu verlosen. Da denkt sich mal bitte einer ein Losverfahren aus, welches keinen benachteiligt und trotzdem etwas mit Deutsch zu tun hat. Ich bin dann auf folgende Idee gekommen. Jeder musste seinen Namen auf einen Zettel schreiben und das schwierigste Wort, welches er die letzte Woche über gelernt hatte.

 

 

Hier sieht man unten links einen der glücklichen Gewinner. Ich hoffe, dass sie das Buch irgendwann lesen können. Ich war wohl wieder zu viel in action 😉

DSC00616

 

Mein Fazit:

Ich hatte wirklich sehr viel Spaß im Deutschunterricht. Thank you for the nice day.
Ich werde in Zukunft Diskussionen mit Menschen vermeiden, die sich noch nie ein eigenes persönliches Bild von Flüchtlingen gemacht haben – sondern all ihre Informationen aus den verschiedenen Mist der so im Internet kursiert zieht.
Deutschunterricht unter diesen Bedingungen kann dir kein Studiengang in Deutschland beibringen. Und vor allem man muss einfach mal über seinen Schatten springen, denn Mensch bleibt Mensch egal welche Hautfarbe man hat oder wo man herkommt. Und wenn ein Mensch Hilfe benötigt sollte man sie ihm gewähren, denn das unterscheidet uns von den anderen Lebewesen auf dieser Welt. Wir haben Mitgefühl!

Ich werde jetzt für mich persönlich schauen, dass ich bei dieser „Flüchtlingskrise“ helfen kann – denn das sollte einfach jedem beschäftigen.

Und zum Schluss zeige ich euch noch mein Gambisches Essen, welches ein sehr netter Gambia namens Abdou für mich und meine Deutschlehrerin kochte. Ich war beeindruckt, als ich in dem kleinen Zimmer war, wo zwei junge Männer in einem Doppelbett schlafen, entdeckte ich als erstes eine Bibel und fragte Abdou nach seinem Glauben. Er drückte mir die Bibel in die Hand und ich musste feststellen, dass diese auf deutsch war. In dem Sinne ‚Guten Appetit‘.

DSC00632Sehr lecker war es 😉 Thank you for the nice meal.

Ich hatte euch ein Gewinnspiel versprochen. Ja, dieses wird es geben – ich habe nur gerade so viel um die Ohren, dass ich die Planung noch ein bisschen nach hinten schieben muss ;-). Aber die nächsten Tage wird es kommen und dann habt ihr genug Zeit auf Bildersuche zu gehen.

Maggie geht es im Übrigen sehr gut. Sie wollte gestern schon wieder Action ohne Ende und ich wollte Bett ohne Ende…Wir sind da irgendwie nicht auf einen grünen Zweig gekommen.

Das war´s von mir

Eure Lari und ein Wuff von Maggie

Flüchtlinge?!

Flüchtling

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Ich verließ am Sonntag Vormittag mein nettes Gastrudel in Dummersheim bei Karlsruhe und radelte die 70 Kilometer zu meinem nächsten Gastrudel. Die Besitzerin von den zwei lieben Schmusebacken hat mich sofort freundlich begrüßt. Wie man sieht haben sich die Hunde gut verstanden.

 

 

 

Kurz nach dem Erstkontakt via Facebook hatte meine Gastgeberin mir berichtet, dass sie ehrenamtlich Deutschunterricht in einer Flüchtlingsunterkunft gibt. Sie fragte mich ob ich mir vorstellen könnte dort am Montag Vormittag mitzukommen und am Deutschunterricht mit teilzunehmen. Ich weiß gar nicht mehr was meine ersten Gedanken zu diesem Thema waren, aber meistens brauche ich nur einen „Schubs“ in die richtige Richtung und so sagte ich sofort zu. Auf den 70 Kilometern hatte ich einige Zeit über Flüchtlinge und was ich über sie wusste nachzudenken. Dabei fiel mir auf, dass ich nicht viel wusste – ich kannte aus dem Fernsehen nur die unterschiedlichsten Meinungen der Deutschen zu diesem Thema. Doch was die Betroffenen wirklich wollte oder wie ihre Geschichte lautete, konnte ich nicht sagen. Ich muss allerdings zugeben, dass sich mein Fernsehprogramm in den letzten 4 Woch
en als relativ Mau herausgestellt hat, da ich nicht oft einen Fernseher hatte.
Angekommen im H11921976_532807873541592_239000647_notel Atlanta konnte ich erst einmal das drumherum begutachten. Top diese Flüchtlinge sind zentral untergebracht, sodass eine Eingliederung erst möglich ist. Viele Flüchtlinge kamen sehr pünktlich zum Deutschunterricht einige trudelten erst Nach und Nach
ein. Es war warm und stickig – dieser Raum war definitiv zu klein. Schon beim Hereinkommen der Flüchtlinge merkte man schnell, dass sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Einige sehr dunkelhäutig andere nur mit südländischem Touch. Einige beschwingt mit einem Lächeln, andere eher verschlossend wirkend. Einige, die sofort auf deutsch Hallo oder Guten morgen sagten, andere mit einem stummen nicken. Schon nach den ersten 10 Minuten wusste ich, dass es Flüchtlinge gibt die schon ein paar Sätze deutsch können, andere wiederum waren nicht unhöflich nur weil sie nicht gleich Hallo sagten, sondern einfach nur zurückhaltend. Bei vielen war das vorstellen auf deutsch schon eine Herausforderung. Aufgrund der verschiedenen Deutschniveaus, die vertreten waren ziehe ich den Hut vor jedem der Deutschunterricht in so einer Situation geben kann. Unter diesen Bedingungen fällt Einzelförderung vollkommen flach und der Darwinismus setzt sich mit all seiner Kraft durch. Die schüchternen noch sehr jungen Männer, die häufig gerade mal 18 Jahre alt waren fallen da vollkommen hinunter. Nur die, die nicht auf den Mund gefallen sind und das Lernen einfordern haben unter diesen Bedingungen überhaupt eine Chance deutsch zu lernen.

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DSC00627Aber am Ende waren wir doch alle Menschen und hatten viel Spaß zusammen. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen zwei Bücher zu verlosen. Da denkt sich mal bitte einer ein Losverfahren aus, welches keinen benachteiligt und trotzdem etwas mit Deutsch zu tun hat. Ich bin dann auf folgende Idee gekommen. Jeder musste seinen Namen auf einen Zettel schreiben und das schwierigste Wort, welches er die letzte Woche über gelernt hatte.

 

 

Hier sieht man unten links einen der glücklichen Gewinner. Ich hoffe, dass sie das Buch irgendwann lesen können. Ich war wohl wieder zu viel in action 😉

DSC00616

 

Mein Fazit:

Ich hatte wirklich sehr viel Spaß im Deutschunterricht. Thank you for the nice day.
Ich werde in Zukunft Diskussionen mit Menschen vermeiden, die sich noch nie ein eigenes persönliches Bild von Flüchtlingen gemacht haben – sondern all ihre Informationen aus den verschiedenen Mist der so im Internet kursiert zieht.
Deutschunterricht unter diesen Bedingungen kann dir kein Studiengang in Deutschland beibringen. Und vor allem man muss einfach mal über seinen Schatten springen, denn Mensch bleibt Mensch egal welche Hautfarbe man hat oder wo man herkommt. Und wenn ein Mensch Hilfe benötigt sollte man sie ihm gewähren, denn das unterscheidet uns von den anderen Lebewesen auf dieser Welt. Wir haben Mitgefühl!

Ich werde jetzt für mich persönlich schauen, dass ich bei dieser „Flüchtlingskrise“ helfen kann – denn das sollte einfach jedem beschäftigen.

Und zum Schluss zeige ich euch noch mein Gambisches Essen, welches ein sehr netter Gambia namens Abdou für mich und meine Deutschlehrerin kochte. Ich war beeindruckt, als ich in dem kleinen Zimmer war, wo zwei junge Männer in einem Doppelbett schlafen, entdeckte ich als erstes eine Bibel und fragte Abdou nach seinem Glauben. Er drückte mir die Bibel in die Hand und ich musste feststellen, dass diese auf deutsch war. In dem Sinne ‚Guten Appetit‘.

DSC00632Sehr lecker war es 😉 Thank you for the nice meal.

Ich hatte euch ein Gewinnspiel versprochen. Ja, dieses wird es geben – ich habe nur gerade so viel um die Ohren, dass ich die Planung noch ein bisschen nach hinten schieben muss ;-). Aber die nächsten Tage wird es kommen und dann habt ihr genug Zeit auf Bildersuche zu gehen.

Maggie geht es im Übrigen sehr gut. Sie wollte gestern schon wieder Action ohne Ende und ich wollte Bett ohne Ende…Wir sind da irgendwie nicht auf einen grünen Zweig gekommen.

Das war´s von mir

Eure Lari und ein Wuff von Maggie

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