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Motivation?

Motivation???

Wenn ich bloß wüsste, wo mir die weggelaufen ist. Sie muss wohl zusammen mit meinem Freund in Ulm durchgebrannt sein. Fakt ist, dass ich hier mal wieder alleine in einer kleinen Pension hocke und wirklich so gar keine Lust mehr habe. Die letzten Tage war das Wetter bescheiden, sodass ich immer mal wieder nass geworden bin und durchgefroren war. So macht das Ganze wahrlich keinen Spaß.

 

So genug in der Öffentlichkeit gejammert. Kommen wir einmal zu den letzten Tagen. Am Samstag bin ich zusammen mit meinem Freund aus Kempten losgefahren – schön an der Iller entlang. Das Wetter war relativ durchlaucht – da hielt sich der Regen noch in Grenzen.
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Der Weg war nicht allzu lang und auch nicht so beschwerlich. Wirklich eine schöne rund 35 Kilometer lange Tour von Kempten nach Memmingen zu unserem Hotel.

 

 

 

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Hier ein paar Einblicke von Samstag auf unseren Weg zum Hotel in Memmingen. Wir sind an der Ein oder Anderen netten Dorfkirche vorbei geradelt , wie sie hier zu sehen ist. Und natürlich an vielen Wiesen und Feldern.

 

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So müsste es jede Kuh haben.

 

Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen die Kühe zu streicheln. Eine mutige hat sich vorgewagt.

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Endlich angekommen bei unseren Hotel, konnte ich es in Augenschein nehmen. Von Außen sah das Hotel zwar aus wie eine Jugendherberge, aber von Innen konnte es sich für den Preis durchaus mehr als sehen lassen . Das Frühstück war ebenfalls lecker und so konnten wir gestärkt am Sonntag in eine etwas größere, rund 60 Kilometerlange, Tour starten. Die war auch richtig schön – die ganze Zeit am Illerradweg entlang – bis kurz nach Illertissen.
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Natürlich ist nach wie vor immer Zeit mit meinem Schweinchen zu kuscheln.

 

 

 

 

 

 

 

Hier kommen jetzt mal ein paar Impressionen von der schönen Iller bevor ich dann wieder ein etwas negativeres Ereignis schildere 😉

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Mir fällt gerade auf, dass das Wetter auf den meisten Bildern besser aussieht als es eigentlich war. 😉 Lasst euch nicht täuschen 😛

Nun kommt diese „böse“ Geschichte nach Illertissen.

Ich weiß nicht, was sich die netten Herrschaften dabei gedacht haben, als wir sie nach dem Weg fragten. Aber christlich war das wahrlich nicht. Der Kontext, für alle die, die noch nie an der Iller unterwegs waren: Es gibt auf beiden Seiten einen Radweg. Kurz nach Illertissen hört dieser auf der einen Seite urplötzlich auf – das wird aber nicht in irgendeiner Schilderform mitgeteilt – so fuhren wir natürlich weiter auf diesen Weg, weil dort viele Menschen waren, die die letzten wenigen Sonnenstrahlen am Illerufer auskosteten. Irgendwann führte der vermeidliche Illerradweg (so glaubten wir) in ein Waldstück. Wir standen vor einer Gabelung und hatten keine Beschilderung. Wir entschieden uns einfach für die rechte Abzweigung, die wenig später in einen Grasweg mündete. Graswege an sich sind mit dem Hänger ziemlich ätzend, weil man nicht voran kommt und es semi kraftraubend ist. Uns kamen ein Mann und eine Frau entgegen, die wir nach dem Weg fragten. Sie sagten, dass der Weg noch rund 2-3 Kilometer so weitergehen würde und man dann zu einer Brücke käme.
Schön und gut soweit, da die letzte Brücke schon rund 5 Kilometer entfernt war, entschieden wir uns dem bärstigen Grasweg zu folgen. Ich habe keine Ahnung, wie die Zwei sich das vorgestellt haben. Der Weg mündete nach 2 Kilometern  in einen Trampenpfad, der links und rechts gesäumt war von Brenneseln. Dort den Hänger durchzumanövrieren verlangte meinem Freund einiges ab. Dann kam die Härte – drei Baumstämmen lagen vor uns und so mussten wir die Satteltaschen abbauen und den Hänger und alles einzeln über die Baumstämme heben. Ich durfte leider kein Foto machen, weil mein Freund mehr als genervt war und ich muss zugeben, dass ich heilfroh war, dass er dabei war – alleine hätte ich das niemals geschafft. Weiter ging der Trampelpfad, der sich nun nett am Illerufer immer wieder so stark abneigte, dass man Angst haben musste, dass der Hänger abstürzt. Irgendwann hörten wir Stimmen hinter uns. Ein anderes Fahrradpärchen hatte sich ebenfalls für den „Survivalpfad“ entschieden und war ebenfalls nicht gerade begeistert. Ich muss sagen, dass ich heilfroh war nicht der einzige Depp gewesen zu sein, der von dem Illerradweg in die Irre geführt wurde. Zumal die anderen Radfahrer auf der gegenüberliegenden Seite uns gut sehen konnten, wie wir uns da fluchend unsere „Survivalpfad“ entlang kämpften.

Danach war der Rest der Tour leider nicht gerade angenehm. Überall hatte man die Spuren der Brenneseln am Körper und den ein oder anderen blauen Fleck, weil man sich die Fahrradpedale vorne und hinten gegen das rechte Bein gehauen hatte. Hinzu kam die Verschlechterung des Wetters, die dann natürlich in einen ordentlichen Platzregen endete, sodass wir Zuflucht vor einer Gärtnerei suchten. Es war saukalt – und so war ich heidenfroh endlich bei meinem Schlafplatz angekommen zu sein.
Zum Glück hatte ich dank eines alten Schulfreundes eine nette Couchsurfing Unterkunft und konnte mich gut erholen und ausruhen. Danke, dass ihr meinen Hund und mich so lieb in der WG aufgenommen habt.
Und wie zu Beginn schon erwähnt ist meine Motivation irgendwie abhanden gekommen. So schlief ich heute viel zu lange und gammelte den ganzen Vormittag noch in der WG herum, bis ich mich dann endlich gegen 14 Uhr aufraffen konnte mir Ulm anzuschauen. Hier ein paar kleine Impressionen.

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Da meine Motivation sich leider in Grenzen hielt, hat Ulm definitiv nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die diese Stadt eigentlich verdient. Ich schlenderte noch ein wenig durch die Gassen und dann machte ich mich auf den Weg zu meiner Pension. Maggie hat heute morgen ein paar Mal gehustet. Ich glaube, dass ich sie die nächsten Tage besonders im Auge behalten muss. Sobald sie mir einen Anlass gibt heißt es: „Tierarztempfehlungen?“

Aber wir hoffen mal das Beste. Auf jeden Fall ist sie verschmust und frisst ordentlich. Die besten Grüße an alle, die bis hierhin durchgehalten haben, von Maggie und mir.

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Motivation?

Motivation???

Wenn ich bloß wüsste, wo mir die weggelaufen ist. Sie muss wohl zusammen mit meinem Freund in Ulm durchgebrannt sein. Fakt ist, dass ich hier mal wieder alleine in einer kleinen Pension hocke und wirklich so gar keine Lust mehr habe. Die letzten Tage war das Wetter bescheiden, sodass ich immer mal wieder nass geworden bin und durchgefroren war. So macht das Ganze wahrlich keinen Spaß.

 

So genug in der Öffentlichkeit gejammert. Kommen wir einmal zu den letzten Tagen. Am Samstag bin ich zusammen mit meinem Freund aus Kempten losgefahren – schön an der Iller entlang. Das Wetter war relativ durchlaucht – da hielt sich der Regen noch in Grenzen.
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Der Weg war nicht allzu lang und auch nicht so beschwerlich. Wirklich eine schöne rund 35 Kilometer lange Tour von Kempten nach Memmingen zu unserem Hotel.

 

 

 

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Hier ein paar Einblicke von Samstag auf unseren Weg zum Hotel in Memmingen. Wir sind an der Ein oder Anderen netten Dorfkirche vorbei geradelt , wie sie hier zu sehen ist. Und natürlich an vielen Wiesen und Feldern.

 

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So müsste es jede Kuh haben.

 

Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen die Kühe zu streicheln. Eine mutige hat sich vorgewagt.

DSC00454

Endlich angekommen bei unseren Hotel, konnte ich es in Augenschein nehmen. Von Außen sah das Hotel zwar aus wie eine Jugendherberge, aber von Innen konnte es sich für den Preis durchaus mehr als sehen lassen . Das Frühstück war ebenfalls lecker und so konnten wir gestärkt am Sonntag in eine etwas größere, rund 60 Kilometerlange, Tour starten. Die war auch richtig schön – die ganze Zeit am Illerradweg entlang – bis kurz nach Illertissen.
DSC00473

Natürlich ist nach wie vor immer Zeit mit meinem Schweinchen zu kuscheln.

 

 

 

 

 

 

 

Hier kommen jetzt mal ein paar Impressionen von der schönen Iller bevor ich dann wieder ein etwas negativeres Ereignis schildere 😉

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Mir fällt gerade auf, dass das Wetter auf den meisten Bildern besser aussieht als es eigentlich war. 😉 Lasst euch nicht täuschen 😛

Nun kommt diese „böse“ Geschichte nach Illertissen.

Ich weiß nicht, was sich die netten Herrschaften dabei gedacht haben, als wir sie nach dem Weg fragten. Aber christlich war das wahrlich nicht. Der Kontext, für alle die, die noch nie an der Iller unterwegs waren: Es gibt auf beiden Seiten einen Radweg. Kurz nach Illertissen hört dieser auf der einen Seite urplötzlich auf – das wird aber nicht in irgendeiner Schilderform mitgeteilt – so fuhren wir natürlich weiter auf diesen Weg, weil dort viele Menschen waren, die die letzten wenigen Sonnenstrahlen am Illerufer auskosteten. Irgendwann führte der vermeidliche Illerradweg (so glaubten wir) in ein Waldstück. Wir standen vor einer Gabelung und hatten keine Beschilderung. Wir entschieden uns einfach für die rechte Abzweigung, die wenig später in einen Grasweg mündete. Graswege an sich sind mit dem Hänger ziemlich ätzend, weil man nicht voran kommt und es semi kraftraubend ist. Uns kamen ein Mann und eine Frau entgegen, die wir nach dem Weg fragten. Sie sagten, dass der Weg noch rund 2-3 Kilometer so weitergehen würde und man dann zu einer Brücke käme.
Schön und gut soweit, da die letzte Brücke schon rund 5 Kilometer entfernt war, entschieden wir uns dem bärstigen Grasweg zu folgen. Ich habe keine Ahnung, wie die Zwei sich das vorgestellt haben. Der Weg mündete nach 2 Kilometern  in einen Trampenpfad, der links und rechts gesäumt war von Brenneseln. Dort den Hänger durchzumanövrieren verlangte meinem Freund einiges ab. Dann kam die Härte – drei Baumstämmen lagen vor uns und so mussten wir die Satteltaschen abbauen und den Hänger und alles einzeln über die Baumstämme heben. Ich durfte leider kein Foto machen, weil mein Freund mehr als genervt war und ich muss zugeben, dass ich heilfroh war, dass er dabei war – alleine hätte ich das niemals geschafft. Weiter ging der Trampelpfad, der sich nun nett am Illerufer immer wieder so stark abneigte, dass man Angst haben musste, dass der Hänger abstürzt. Irgendwann hörten wir Stimmen hinter uns. Ein anderes Fahrradpärchen hatte sich ebenfalls für den „Survivalpfad“ entschieden und war ebenfalls nicht gerade begeistert. Ich muss sagen, dass ich heilfroh war nicht der einzige Depp gewesen zu sein, der von dem Illerradweg in die Irre geführt wurde. Zumal die anderen Radfahrer auf der gegenüberliegenden Seite uns gut sehen konnten, wie wir uns da fluchend unsere „Survivalpfad“ entlang kämpften.

Danach war der Rest der Tour leider nicht gerade angenehm. Überall hatte man die Spuren der Brenneseln am Körper und den ein oder anderen blauen Fleck, weil man sich die Fahrradpedale vorne und hinten gegen das rechte Bein gehauen hatte. Hinzu kam die Verschlechterung des Wetters, die dann natürlich in einen ordentlichen Platzregen endete, sodass wir Zuflucht vor einer Gärtnerei suchten. Es war saukalt – und so war ich heidenfroh endlich bei meinem Schlafplatz angekommen zu sein.
Zum Glück hatte ich dank eines alten Schulfreundes eine nette Couchsurfing Unterkunft und konnte mich gut erholen und ausruhen. Danke, dass ihr meinen Hund und mich so lieb in der WG aufgenommen habt.
Und wie zu Beginn schon erwähnt ist meine Motivation irgendwie abhanden gekommen. So schlief ich heute viel zu lange und gammelte den ganzen Vormittag noch in der WG herum, bis ich mich dann endlich gegen 14 Uhr aufraffen konnte mir Ulm anzuschauen. Hier ein paar kleine Impressionen.

DSC00539

DSC00544

Da meine Motivation sich leider in Grenzen hielt, hat Ulm definitiv nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die diese Stadt eigentlich verdient. Ich schlenderte noch ein wenig durch die Gassen und dann machte ich mich auf den Weg zu meiner Pension. Maggie hat heute morgen ein paar Mal gehustet. Ich glaube, dass ich sie die nächsten Tage besonders im Auge behalten muss. Sobald sie mir einen Anlass gibt heißt es: „Tierarztempfehlungen?“

Aber wir hoffen mal das Beste. Auf jeden Fall ist sie verschmust und frisst ordentlich. Die besten Grüße an alle, die bis hierhin durchgehalten haben, von Maggie und mir.

DSC00545

4 Kommentare

Sawera

24 August , 2015 at 10:46 pm

hey larissa. Schön zu hören, dass es gut voran geht mit deiner Tour. Auch wenn es manchmal nicht grad einwandfrei klappt. Ich versuche so gut es geht dein Blog mit zu verfolgen und muss beim Lesen manchmal ehrlich lachen. Ich finde dein Blog echt gut gelungen und die Bilder ebenfalls. Also TOI TOI TOI weiterhin und immer der Nase nach. Du packst das so oder so ✌

Larissa Reiter

25 August , 2015 at 9:26 pm

Danke Sawi <3 ... Immer der Nase nach :D wo ich dann gelandet wäre, das weiß nur der liebe Gott :D

Roy O'Finnigan

25 August , 2015 at 1:39 pm

Weiter so Larissa! Denk daran, Du bist nicht wirklich allein. Wir alle verfolgen aufmerksam Deine Tour und unterstützen dich spirituell. Gib nicht auf. Du kannst Stolz auf Dich sein, was Du schon geleistet hast!

Larissa Reiter

25 August , 2015 at 9:25 pm

Danke für deine spirituelle Unterstützung. Du hast mir bestimmt einige nette Menschen heute "geschickt". Habe übrigens einen Titelnamen im Kopf ...Simpel und Einprägsam...Warum nicht einfach nur "Vilca" - Ich finde den Namen einfach klasse. Er klingt gut und wenn man das mit einem Cover kombiniert, welches mehr verrät reicht er doch auch aus? Was hälst du davon?

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